Freie Trauung oder Standesamt – was passt zu uns?
Die Frage „Freie Trauung oder Standesamt?“ kommt bei vielen Paaren irgendwann während der Hochzeitsplanung auf. Und die gute Nachricht vorweg: Ihr müsst euch gar nicht zwingend für das eine oder das andere entscheiden.
Denn Standesamt und freie Trauung erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können sich wunderbar ergänzen.
Als Standesbeamter begleite ich seit über 15 Jahren Paare bei ihrer standesamtlichen Eheschließung. Als freier Trauredner darf ich heute zusätzlich die persönliche und emotionale Seite einer Hochzeit gestalten. Deshalb kenne ich beide Perspektiven ziemlich gut.
Was macht das Standesamt?
Die standesamtliche Trauung ist der rechtlich entscheidende Teil eurer Eheschließung. Nur durch die Eheschließung beim Standesamt werdet ihr in Deutschland rechtlich verheiratet.
Dabei steht vor allem der rechtliche Rahmen im Mittelpunkt. Der Ablauf ist durch gesetzliche Vorgaben geprägt und die Trauung findet in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten des Standesamtes oder – je nach örtlichen Möglichkeiten – an einem zugelassenen Trauort statt.
Natürlich kann auch eine standesamtliche Trauung persönlich und schön sein. Schließlich ist es ein besonderer Moment, wenn ihr euch vor dem Standesbeamten das Ja-Wort gebt.
Trotzdem gibt es Grenzen: Nicht jede Geschichte, jedes Ritual und jeder persönliche Wunsch lässt sich in einer standesamtlichen Trauung unterbringen. Hierfür fehlt schlicht und ergreifend meistens die Zeit.
Und genau hier kommt die freie Trauung ins Spiel.
Was ist eine freie Trauung?
Eine freie Trauung ist eine persönliche Zeremonie, die ihr weitgehend selbst gestalten könnt.
Ihr entscheidet, wo sie stattfindet, wer dabei ist, welche Musik gespielt wird und welche Elemente Teil eurer Zeremonie sein sollen.
Vor allem aber entscheidet ihr, welche Geschichte erzählt wird. Wie habt ihr euch kennengelernt? Was verbindet euch? Welche gemeinsamen Erlebnisse haben euch geprägt? Was liebt ihr aneinander und über welche Eigenheiten könnt ihr gemeinsam lachen?
All das kann Teil eurer Traurede werden.
Eine freie Trauung ist deshalb nicht einfach eine „zweite Hochzeit“, sondern eine Zeremonie, die eure Beziehung und eure Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt.
Freie Trauung und Standesamt – warum eigentlich nicht beides?
Für viele Paare ist genau das die schönste Lösung.
Die standesamtliche Eheschließung erledigt den rechtlichen Teil, während die freie Trauung später die große persönliche Zeremonie mit Familie und Freunden bildet.
Ihr könnt beispielsweise morgens oder an einem anderen Tag standesamtlich heiraten und eure freie Trauung anschließend auf einer Hochzeitslocation feiern.
Das hat einen weiteren Vorteil: Bei der freien Trauung müsst ihr euch nicht an die typischen Rahmenbedingungen des Standesamtes halten.
Ihr könnt beispielsweise unter freiem Himmel heiraten, an einem See, in einem Garten, auf einem Weingut oder an einem Ort, der für euch persönlich eine besondere Bedeutung hat.
Was ist persönlicher?
Das lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Auch eine standesamtliche Trauung kann sehr persönlich sein. Schließlich sitzt euch dort ein echter Mensch gegenüber und keine Maschine, die einfach einen Text abliest.
Aber die Möglichkeiten einer freien Trauung sind deutlich größer. Als freier Trauredner habe ich die Zeit, euch ausführlich kennenzulernen und eure Geschichte gemeinsam mit euch herauszuarbeiten. Dabei interessieren mich nicht nur die großen romantischen Momente.
Mich interessieren auch die kleinen Dinge:
Wer hat wen angesprochen?
Wer hat beim ersten Date zu viel geredet?
Wer braucht morgens länger im Bad?
Wer behauptet immer, den richtigen Weg zu kennen?
Und welche Geschichte bringt euch beide noch Jahre später zum Lachen?
Genau solche Details machen eine Traurede persönlich.
Ist eine freie Trauung automatisch romantisch und kitschig?
Ganz klar: Nein.
Eine freie Trauung muss zu euch passen. Wenn ihr große Gefühle mögt, darf es emotional werden. Wenn ihr gerne lacht, darf eure Trauung humorvoll sein. Und wenn ihr mit klassischem Hochzeitskitsch wenig anfangen könnt, dann muss eure Trauung auch nicht so gestaltet sein.
Ich finde sogar: Eine gute Traurede darf gleichzeitig berühren und zum Lachen bringen. Denn genau so sind Beziehungen schließlich auch.
Was kostet eine freie Trauung?
Die Kosten für eine freie Trauung hängen vom jeweiligen Trauredner und vom Umfang der angebotenen Leistungen ab.
Dabei solltet ihr nicht nur auf den Preis schauen. Viel wichtiger ist die Frage, ob der Trauredner zu euch passt.
Denn ihr gebt dieser Person schließlich einen sehr persönlichen Teil eures Hochzeitstages in die Hand.
Achtet deshalb darauf, ob ihr euch beim Kennenlernen wohlfühlt, ob euch die Art des Redners gefällt und ob ihr das Gefühl habt, dass er oder sie eure Geschichte wirklich verstehen möchte.
Was passt also besser zu euch?
Die Antwort ist weniger eine Frage von „besser“ oder „schlechter“. Das Standesamt ist notwendig, wenn ihr rechtlich heiraten möchtet. Die freie Trauung ist eine zusätzliche Möglichkeit, eure Hochzeit genau so zu gestalten, wie sie zu euch passt.
Ihr müsst euch also nicht zwischen beiden entscheiden. Viele Paare wählen deshalb:
Standesamt für die rechtliche Eheschließung.
Freie Trauung für die persönliche Zeremonie.
Und genau diese Kombination bietet unglaublich viele Möglichkeiten.
Und wo komme ich ins Spiel?
Ich bin Martin Markert und begleite Paare als freier Trauredner im Raum Würzburg, Main-Spessart und gerne auch darüber hinaus.
Durch meine langjährige Tätigkeit als Standesbeamter kenne ich die formale Seite einer Eheschließung seit über 15 Jahren. Als freier Trauredner möchte ich dagegen vor allem eines: eure persönliche Geschichte erzählen.
Nicht von der Stange, nicht unnötig kitschig und nicht mit einer Rede, die genauso gut zu einem anderen Paar passen könnte.
Sondern mit einer Trauung, bei der eure Gäste am Ende hoffentlich denken:
„Das waren wirklich die beiden.“
Wenn ihr euch fragt, ob eine freie Trauung zu euch passen könnte, lernt mich einfach ganz unverbindlich kennen.